Tisch des Herrn?


"Zum Heiligtum „der Tisch des Herrn in Amerika“ muss noch etwas gesagt werden, weil es doch vielen unbekannt ist. Die Lehre, die dahinter steht, lautet so: Gott hat im 19. Jahrhundert (1800-1900) Licht geschenkt. Dadurch sind die exklusiven Brüderversammlungen entstanden. Diese exklusiven Brüderversammlungen verstehen sich ausschließlich als Philadelphia Versammlungen. Alles andere gehört demnach zu Thyatira (katholische Kirche), Sardes (Protestantismus), Laodicäa (abgefallenes Freikirchentum) oder hat seinen Platz am „Tisch des Herrn“ nicht eingenommen (ungehorsame Christen). Der Tisch des Herrn ist ausschließlich in den exklusiven Brüderversammlungen. Deswegen dürfen die exklusiven Christen auch nicht bei außenstehenden Christen anderer nicht exklusiver Versammlungen das Abendmahl einnehmen. Jedoch gab es 1909 eine Spaltung in den exklusiven Brüdergemeinden, welche als „Tunbridge-Wells“ bezeichnet wird. Bei dieser Spaltung entstanden nun zwei Lager. Die europäische Seite hat einen Versammlungsbeschluss einer dem Ergebnis, dass der Versammlungsbeschluss nicht rechtens sei. Die amerikanische Seite sagt, dass durch dieses Nachprüfen eines bestehenden Versammlungsbeschlusses die Autorität des Herrn in der Versammlung verachtet wurde. Die amerikanische Seite kommt daher zu dem Schluss, dass der Tisch des Herrn nun allein bei Ihnen ist und nicht mehr bei den abgespaltenen europäischen exklusiven Brüderversammlungen, die einen Beschluss einer Ortsversammlung nicht anerkannt haben. Deshalb nennt die amerikanische Seite die europäischen exklusiven Brüdergemeinden als die „perfekteste Kopie des Tisches des Herrn“. Jedoch ist es nur eine Kopie! Der echte Tisch des Herrn steht nun ausschließlich bei den amerikanischen exklusiven Brüderversammlungen. Daraus wird weiter gefolgert, dass dort, wo der Tisch des Herrn wirklich steht, nämlich angeblich in Amerika, auch der Herr ist. Stellungnahme dazu: Die Lehre klingt in sich logisch. Haben wir gemerkt, wo das Problem liegt? Die Reihenfolge der Argumentation ist falsch. Man sagt „wo der Tisch des Herrn ist (1), da ist auch der Herr (2)“. Aber ist es in Wirklichkeit nicht genau anders herum? Ist nicht dort, wo der Herr ist (1) auch der Tisch des Herrn (2)? Wer Gottes Wort liest, wird zu diesem letzteren Ergebnis kommen.

Wo aber ist der Herr?

Jes 57.15: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt, und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum, und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist.“ (Ps 34.19, Ps 51.19, Jes 57.15, Jes 66.2) Mt 18.20: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Und wo der Herr selber ist, da darf er auch das Abendmahl halten (Off 3.20). Dies ist dort, wo jemand sein Herz für Jesus öffnet (Off 3.20). Jesus Christus benötigt zum Halten des Abendmahls nicht die Genehmigung der amerikanischen oder europäischen exklusiven Brüderversammlungen. In der Tat erinnert das ständige Wiederholen der Formulierung „Tisch des Herrn“ an den Glauben an einem Heiligtum neben den Herrn Jesus Christus. Dieser Glaube wird jedoch keinen Bestand haben, denn Gott hat bereits im Alten Testament gesagt, dass man sich nicht auf Heiligtümer außerhalb von Ihm verlassen soll, Jer 7.4: „Und verlasset euch nicht auf Worte der Lüge, indem man spricht: Der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas ist dies!“ Ähnlich verlassen sich auch heute Menschen auf einen Heiligen Stuhl in Rom, auf heilige menschlich benannte Älteste oder Apostel, auf den Tisch des Herrn in Amerika oder in Europa. Wir wollen uns aber von diesem Aberglauben wegwenden und uns allein auf Jesus und sein Wort allein verlassen." - M. Schneeberg, "Wenn ihr in meinem Worte bleibet,..."

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